31 Abiturzeugnisse an der Eduard-Stieler-Schule

Auch 18 Chemisch-Technische Assistenten erhielten ihre Zeugnisse

Am Freitag, den 25.06., wurden die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten der Eduard-Stieler-Schule (ESS) sowie die Chemisch-Technischen Assistentinnen und Assistenten (CTA) verabschiedet. Immer noch unter dem Eindruck von Corona konnten die erfolgreichen jungen Leute zu dieser Feier unter Einhaltung der erforderlichen Abstandsregeln jeweils eine Begleitperson mitbringen.

Zuerst begrüßte die zuständige Abteilungsleiterin der ESS, Studiendirektorin Anke Bischof, die auch die gesamte Veranstaltung moderierte, die Absolventinnen und Absolventen des Beruflichen Gymnasiums und die CTA. Die Anwesenden wären hier nun der zweite Corona-Jahrgang, der aber über ganz besondere Eigenschaften verfüge, nämlich ein starkes Nervenkostüm, ausgezeichnetes Organisationstalent und gutes Zeitmanagement. Die gesamte Qualifikationsphase haben sie in Eigenverantwortung gemeistert, wie es die vorherigen Jahrgänge nicht mussten. Dennoch hätten sie nichts geschenkt bekommen. Alles wurde hart erarbeitet und ihre Lehrerinnen und Lehrer haben in den Prüfungen mitgezittert. Dazu gratulierte Bischof herzlich und wies darauf hin, dass die Abgängerinnen und Abgänger Spuren an der ESS hinterlassen werden.

Prof. Dr. habil. Marc Birringer von der Hochschule Fulda gab als Gastredner Einblicke in seine eigene Laufbahn, die er selbst einst mit einer Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten in Ludwigshafen in der Nähe von BASF begonnen hatte. Hier wurde bereits eine kleine lodernde Flamme für die Chemie in ihm entfacht. Er sei fasziniert gewesen oder, um es mit Goethe auszudrücken, „Dass ich nicht mehr mit sauerm Schweiß zu sagen brauche, was ich nicht weiß, dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält.“ Den Abiturientinnen und Abiturienten sagte er, man verlasse sich auf ihr analytisches Denkvermögen, welches sie in den Fachrichtungen Gesundheitslehre und Biologietechnik an der ESS vermittelt bekamen und, dass sie damit auch gut für ein Studium in Fulda prädestiniert wären, denn die Schwerpunkte an der ESS seien interdisziplinär ausgelegt. Birringer selbst war nach seiner Promotion Postdoc in den USA und kam dann über Schleifen nach Fulda, wo er nun als Professor Angewandte Biochemie für Ernährung und Umwelt lehrt. Birringer ermunterte die Abgängerinnen und Abgänger, offen für Neues zu bleiben und ihre eigene kleine Flamme am Brennen zu halten.

Tom Seiffert von der Schülervertretung machte dann mit einem expressionistischen Rückblick auf die Schulzeit weiter, gratulierte und sagte, am Ende zähle nur eines: „Gewonnen“. Und auch er fuhr mit Goethe fort, „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, verabschiedete sich und wünschte eine gute Reise ins weitere Leben.

Auch die Tutoren, Studienrätin Julia Pappert für die Fachrichtung Biologietechnik, Studienrat Stephan Heinzel für die Fachrichtung Gesundheitslehre und Oberstudienrat Thomas Niedenthal als Klassenlehrer der CTA, schlossen sich den Glückwünschen an. Es zähle nun der Augenblick, dennoch soll man nicht vergessen, dass der erreichte Abschluss nur ein Zwischenschritt sei. Die jeweiligen Klassensprecherinnen und Klassensprecher bedankten sich und erinnerten an ihre aufregenden ersten Tage an der ESS, an denen alles noch ungewiss war, aber auch daran, dass sie erfuhren, dass Unterricht auch Spaß machen könne und, dass Lehrerinnen und Lehrer cool sein können. Besonders schön sei es in der Corona-Zeit gewesen, dass sich Grüppchen aufgelöst hätten und jeder jedem geholfen habe. Zum Dank gab es für die Lehrerinnen und Lehrer, die in den Klassen unterrichteten, Blumen. Die Tutoren und Klassenlehrer erhielten kleine Präsente.

Für den Förderverein der ESS zeichnete der Vorsitzende Dr. Rudolf Drexler die Jahrgangsbesten aus und übergab ihnen als Geschenk jeweils einen Rucksack. Für besondere Leistungen geehrt wurden Julia Mehler, Ines Knez, Max Heßler und Martha Weiß. Drexler verwies auf das in Frankfurt stehende Ich-Denkmal des Künstlers Hans Traxler. Dabei handelt es sich um einen steinernen Sockel, auf welchem üblicherweise Statuen berühmter Persönlichkeiten stehen, der hier aber leer ist und die Aufschrift „Ich“ trägt. So könne er von jedem betreten werden. Laut Drexler gehörten an diesem Tag alle Absolventinnen und Absolventen auf diesen Sockel. Außerdem erhielt Julia Mehler als Jahrgangsbeste CTA eine Ehrung der Gesellschaft Deutscher Chemiker und Ines Knez, Marvin Stock sowie Rafael Weber wurden vom Bistum Fulda wegen ihrer guten Leistungen im Fach Katholische Religion ausgezeichnet.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es noch einen kleinen Segen von Studienrätin Claudia Weinbörner. Der feierliche Blumenschmuck in der Aula wurde von Fachlehrerin Maria Kliem angefertigt, für die funktionierende Technik sorgte Studienrat Thimo Maase.


von Bernhard Ilsemann

Foto: Thimo Maase

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