Rund ums Pipettieren im Labor - Pipettierworkshop an der ESS
Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler der Eduard-Stieler-Schule nahmen am 14.09.2026 an einem Seminar der BRAND GMBH & CO KG zum Thema „Einflussfaktoren beim Pipettieren, Verwendung, Wartung und Kalibrierung“ teil.
Zu Beginn wurden die Lernenden darüber informiert, dass Vollpipetten – mit denen die Jugendlichen regelmäßig in den gut ausgestatteten Laboren der Eduard-Stieler-Schule arbeiten – die genauesten Volumenmessgeräte darstellen würden, die es momentan auf dem Markt gebe.
Im Laufe des von Frau Elke Weß, der für Hessen zuständigen Area Sales Managerin der BRAND GMBH & CO KG, sehr interessant gestalteten Vortrages lernten die Biologietechnik-Schülerinnen und -Schüler und die angehenden Chemisch-technischen Assistentinnen und Assistenten (CTAs) auch die Firmengeschichte und das Produktportfolio der regional ansässigen BRAND GROUP kennen.
Pipettenarten, Pipettiertechniken und Qualitätsmerkmale
Frau Weß präsentierte anschließend Luftpolsterpipetten und Direktverdränger. Bei den Luftpolsterpipetten besteht zwischen Probe und dem Kolben kein direkter Kontakt, es liegt hingegen ein Luftpolster vor. Bei der direktverdrängenden Pipette hat der Kolben direkten Kontakt zum Medium. Beide Typen haben Vor- und Nachteile, weswegen sie für unterschiedliche Medien geeignet sind.
Die Jugendlichen erfuhren auch, dass das Pipettieren von wässrigen Lösungen und von viskosen Lösungen unterschiedlich ausgeführt werden muss. Verschiedene Pipettiertechniken sowie Pipettierfehler und deren Vermeidung standen ebenfalls im Fokus des Workshops und stießen auf großes Interesse der Schülergruppe.
Ein weiterer wichtiger Punkt waren die Pipettenspitzen, die bei der Firma BRAND in einem Reinraum hergestellt und verpackt werden. Qualitätsunterschiede bei Pipettenspitzen haben einen großen Einfluss auf die korrekte Volumenabgabe. Denn Leachables, Stoffe, die sich aus dem Rohmaterial herauslösen können, beeinflussen biologische und chemische Tests wie z.B. PCRs (Polymerasekettenreaktionen), Zellkulturen und Analytik – Untersuchungsmethoden, die auch die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Biologietechnik und die angehenden CTAs im schulischen Rahmen durchführen.
Umgang mit Pipetten als Grundlage der Laborarbeit
Erläuterungen zur Pflege, Wartung und Kalibrierung der Pipetten - wichtige Routinearbeiten, die zum Arbeitsspektrum von Labormitarbeitern gehören - bildeten den Abschluss des Vormittags.
Die Schülerinnen und Schüler äußerten sich im Anschluss an den Vortrag, der regulär mehrere hundert Euro pro Teilnehmer kostet, begeistert von den neuen Informationen. Die zuständigen Lehrkräfte Dr. Tobias Hotz und Petra Weber dankten Frau Weß im Namen der Teilnehmenden und überreichten Ihr ein Präsent.
Text und Bilder: Petra Weber
01 Referentin Frau Elke Weß
02 Ein Blick in die Zuhörerschaft