Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung

BÜA

 

Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung

BÜA ist eine ein- bis zweijährige Schulform, die ab dem Schuljahr 2017/18 im Rahmen eines Schulversuchs des Hessischen Kultusministeriums an der Eduard-Stieler-Schule angeboten wird.

Aufgrund der Erfahrungen im Pilotprojekt „Gestufte Berufsfachschule“, an dem die Eduard-Stieler-Schule als eine von drei Schulen in Hessen teilgenommen hat, nimmt die Eduard-Stieler-Schule hier eine Vorreiterrolle ein und soll andere Schulen bei der Entwicklung und Ausgestaltung dieses Schulversuches unterstützen.

 

Fachrichtung Wirtschaft:

  • Küche
  • Service
  • Nahrung
  • Gartenbau

 

Fachrichtung Gesundheit und Sozialwesen:

  • Behandlungsassistenz
  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Haar- und Handpflege
  • Sozialwesen

Voraussetzungen

Voraus­setzungen

Das Angebot von BÜA richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hauptschulabschluss sowie mit Realschulabschluss, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Aufgenommen werden können Schülerinnen und Schüler:

  • die der verlängerten Vollzeitschulpflicht unterliegen und mind. Klasse 8 besucht haben.
  • die die verlängerte Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, aber weder eine duale Berufsausbildung, noch eine Ausbildungsvorbereitung in einem anderen Schwerpunkt absolviert haben.
  • die das 18. Lebensjahr bei Schuljahresbeginn (01.08.) noch nicht vollendet haben.

Abschluss / Ziele

Abschluss / Ziele

Ziel von BÜA ist es, Schülerinnen und Schüler, die sich im Übergang Schule – Beruf befinden, optimal zu begleiten und individuell zu unterstützen, indem

  • ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen gefördert werden,
  • sie eine umfangreiche Berufsorientierung und Unterstützung bei der Vermittlung in ein Ausbildungsverhältnis erhalten, u. a. durch Mitarbeit von Sozialpädagoginnen,
  • sie in Deutsch, Mathematik und Englisch individuell gefördert werden.

Mit dem Besuch von BÜA besteht die Möglichkeit, bei entsprechenden Leistungen den Hauptschulabschluss in der Form des einfachen oder qualifizierenden Hauptschulabschlusses im ersten Jahr sowie den Realschulabschluss im zweiten Jahr zu erwerben.

Am Ende jedes Schuljahres wird ein Abschlusszeugnis erteilt.

Unterricht

Unterricht

Der Unterricht im ersten Jahr ist in drei Bereiche aufgeteilt:

  1. Beruflicher Lernbereich
  2. Allgemeinbildender Lernbereich
  3. Lernstrategisches Arbeiten (Profilgruppenstunden)

Im Beruflichen Lernbereich erhalten die Schülerinnen und Schüler 12 Unterrichtsstunden in verschiedenen Schwerpunkten entsprechend ihrer gewählten Fachrichtung. Die Bewertung erfolgt über Kompetenzstufen.

Fachrichtung Wirtschaft:

  • Küche
  • Service
  • Nahrung
  • Gartenbau

Fachrichtung Gesundheit und Sozialwesen:

  • Behandlungsassistenz
  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Haar- und Handpflege
  • Sozialwesen

Im allgemeinbildenden Lernbereich werden die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch leistungsdifferenziert in mindestens zwei Anspruchsniveaus erteilt. Die übrigen Fächer sind Naturwissenschaften, Politik, Religion/Ethik und Sport. Die Bewertung erfolgt in Form von Noten.

Das Fach Lernstrategisches Arbeiten (LSA) dient dem Erlernen grundlegender Selbstlerntechniken (effektives Lernen), der Erweiterung personaler und sozialer Kompetenzen sowie der beruflichen Orientierung/Laufbahnberatung u. a. durch Vor- und Nachbereitung des Praktikums. Die unterrichtende Lehrkraft wird hier durch eine Sozialpädagogin unterstützt. Es erfolgt keine Bewertung/Benotung.

Die Teilnahme an zwei jeweils zweiwöchigen Betriebspraktika ist verpflichtend. Das Praktikum muss in einem Beruf der gewählten Fachrichtung absolviert werden und es wird ein Wechsel des Schwerpunktes empfohlen.

Die Schülerhöchstzahl pro Klasse ist 16, im Unterricht des beruflichen Lernbereichs 10.

 

Im zweiten Jahr findet der Unterricht im beruflichen Lernbereich nur noch in einem von der Schülerin/dem Schüler gewählten Schwerpunkt statt.

In der Fachrichtung Wirtschaft werden die folgenden Schwerpunkte angeboten:

  • Ernährung/Gastronomie/Hauswirtschaft
  • Agrarwirtschaft

In der Fachrichtung Gesundheit und Sozialwesen werden angeboten:

  • medizinisch-technisch/krankenpflegerisch
  • sozialpflegerisch/sozialpädagogisch

Die Beurteilung erfolgt in Form von Noten.

Der Unterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch wird nicht mehr leistungsdifferenziert in Kursen angeboten, ansonsten gelten die Bestimmungen wie im ersten Jahr.

Das Fach Lernstrategisches Arbeiten (LSA) dient neben den o. g. Elementen mit Ausnahme der Vor- und Nachbereitung des Praktikums jetzt auch der intensiven Prüfungsvorbereitung. Ein Betriebspraktikum findet im zweiten Jahr nicht statt.

Die Schülerhöchstzahl pro Klasse ist 25, im Unterricht des beruflichen Lernbereichs 10.

Fördern und fordern

Lernbegleitung

In Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst bieten wir den Schülerinnen und Schülern der Fachrichtung Gesundheit und Sozialwesen die Möglichkeit, im ersten Jahr die Qualifikation zur Schwesternhelferin/zum Pflegehelfer zu erwerben.

Die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs ist für alle verpflichtend.

Für die Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Wirtschaft ist die Teilnahme an einer Hygieneschulung durch das Gesundheitsamt verpflichtend.

Schülerinnen und Schüler, die im Hauptschulabschlusszeugnis in Englisch die Note ausreichend oder schlechter haben, können am Ende der Stufe I eine Englischprüfung ablegen, die ihnen die Möglichkeit gibt, ihre ursprüngliche Note zu verbessern, um damit die notwendige Voraussetzung zu erfüllen, um mit erfolgreich abgeschlossener Ausbildung gleichzeitig den Realschulabschluss zu erhalten.

Prüfungen

Prüfungen

Die Prüfung zum Hauptschulabschluss im ersten Jahr besteht aus schriftlichen Prüfungen in Deutsch, Mathematik und Englisch sowie einer Projektprüfung im beruflichen Lernbereich.

Die Prüfung zum Realschulabschluss im zweiten Jahr besteht aus schriftlichen Prüfungen in Deutsch, Mathematik, Englisch und dem beruflichen Lernbereich sowie einer Projektprüfung im beruflichen Lernbereich.

Besonderheiten

Besonderheiten

Der Schulversuch beginnt mit dem Schuljahr 2017/18 und endet am 31.07.2021. Eine letztmalige Aufnahme erfolgt zum 01.08.2019.

Der Schulversuch wird wissenschaftlich begleitet durch die TU Darmstadt.

und danach

und danach

  • Beginn einer Ausbildung sowohl nach dem ersten als auch nach dem zweiten Jahr.
  • Besuch einer studienqualifizierenden Schulform (Fachoberschule, Berufliches Gymnasium) für diejenigen, die den Realschulabschluss erwerben und die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen.
  • Schülerinnen und Schüler, die mit dem Realschulabschluss BÜA beginnen, können nur das erste Jahr besuchen. Eine Verbesserung des vorliegenden Realschulabschlusses ist nicht möglich.
  • Übergang zu weiterführenden Bildungsgängen wie zum Beispiel der höheren Berufsfachschule.

Anmeldung

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt in der Regel durch die bisher besuchte Schule bis spätestens 31. März. Die Anmeldeunterlagen sind im Sekretariat der Schule erhältlich oder stehen hier unter „Downloads“ zur Verfügung.

Dem ausgefüllten Anmeldebogen sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • eine Kopie des letzten Halbjahreszeugnisses,
  • ein Lebenslauf mit Lichtbild sowie
  • ein Eignungsgutachten der abgebenden Schule (gilt nicht für Realschülerinnen und –schüler).

 

Anmeldeformular

Ansprechpartner

Thomas Willert

Studiendirektor

Thomas Willert

Gestufte Berufsfachschule

Praxis und Schule - PuSch

Integration durch Anschluss und Abschluss - InteA

Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung – BÜA

Berufsschule (Agrarwirtschaft / Werkstatt für behinderte Menschen)

Telefon: 0661 96954-0
Durchwahl: 0661 96954-306
E-Mail: thomas.willert[at]schule.landkreis-fulda.de

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